Insekten- und Amphibien-schonendes Mähwerk

Erleichtert unsere Arbeit und ist besser für die Natur - Nachahmer erwünscht!

Unsere eigene Entwicklung: Scheibenmähwerk ergänzt um Hochschnittkufen und Aufscheuchrechen.
Unsere eigene Entwicklung: Scheibenmähwerk ergänzt um Hochschnittkufen und Aufscheuchrechen.

Aktuell: Mähwerk-Projekt ausgezeichnet!

zur Internetseite der UN-Dekade

Unser "Mähwerk-Projekt" wurde am 22. Mai 2013 als offizielles Projekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde von Herrn Siegfried Zenger vom Landratsamt Böblingen im Rahmen einer Fachexkursion zur naturschutzfachlichen Bedeutung der Flachland-Mähwiesen überreicht. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

 

In der Pressemitteilung heißt es: "Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält Michael Suhm von der NABU-Gruppe einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung die Entwicklung eines Fauna-schonenden Mähgerätes einen wertvollen Beitrag leistet. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.un-dekade-biologische-vielfalt.de vorgestellt.

 

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen, eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Osnabrück ausgerichtet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel zu nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden."

Vollständige Pressemitteilung zur Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt
2013-05-22_UN_Dekade.doc
Microsoft Word Dokument 77.5 KB
Michael Suhm (rechts) erhält die Auszeichnung von Siegfried Zenger, Geschäftsführer des Plenum Heckengäu
Michael Suhm (rechts) erhält die Auszeichnung von Siegfried Zenger, Geschäftsführer des Plenum Heckengäu

Einfache Technik mit großer Wirkung

Die NABU-Gruppe Gärtringen-Nufringen-Rohrau betreibt seit vielen Jahren die Pflege von 15 Hektar Feuchtgebiets-Grünlandflächen. Ein vor vielen Jahren angeschafftes, Fauna-schonendes Doppelmesser-Frontmähwerk stellte sich immer wieder als sehr störungsanfällig heraus, so dass aus Sicht von Michael Suhm, dem Pflegeverantwortlichen der Gruppe, nicht auf Dauer damit gearbeitet werden konnte.

 

Andererseits wollten wir aber nicht mit klassischen Scheiben- oder Trommel-Mähwerken arbeiten, da sich diese als sehr Fauna-schädigend erwiesen haben. Mähversuche mit verschiedenen Techniken zeigen eindeutig, dass bei Trommel- oder Scheiben-Mähwerken im Vergleich zu Doppelmesser-Mähwerken mehr Amphibien verletzt oder getötet werden.

 

Der Markt bietet derzeit keine Fauna-schonende Alternative zu Doppelmesser-Mähwerken. Daher hat sich die NABU-Gruppe entschlossen, selbst ein Fauna-schonendes Mähgerät zu entwickeln, indem ein herkömmliches Scheiben-Mähwerk naturverträglich umgebaut wurde. Ein wenig anfälliges Rotations-Mähgerät wurde um Hochschnittkufen und ein Vorsatzgerät zum Aufscheuchen der Fauna ausgestattet, um die Tierverluste unter Amphibien und Insekten so gering wie möglich zu halten. Durch die Hochschnittkufen werden die Pflanzen erst in einer Höhe von ca. 13 Zentimeter über dem Boden geschnitten - Frösche und Kröten, die sich ducken, sobald Gefahr droht, bleiben so vom darüber gleitenden Mähwerk verschont. Im Gras sitzende Insekten werden durch die einfache Vorrichtung aus herunterhängenden Ketten aufgescheucht, bevor das Mähgerät sie erfasst.

 

Im Projekt wurde nicht nur die technische Funktionsweise sichergestellt, sondern auch die tatsächliche Auswirkung auf die betroffene Fauna begutachtet. Das Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB) unter der Leitung von Dr. Rainer Oppermann hat die Wirksamkeit der Neuentwicklung bei Mähversuchen getestet: Die Ergebnisse fielen positiv aus und wir freuen uns, in Zukunft effizient und Fauna-schonen mähen zu können!

Zur Beurteilung der Wirkung des Mähgerats wurden verschiedene Vergleichsversuche durchgeführt.
Zur Beurteilung der Wirkung des Mähgerats wurden verschiedene Vergleichsversuche durchgeführt.

Sie wollen auch faunaschonend mähen?

Sie haben Fragen zu unserer Mähwerk-Entwicklung oder wollen selbst auf fauna-schonende Mahd umsteigen?

Wenden Sie sich bitte an:

 

Michael Suhm

Tel.: 07034 / 29414

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