Aktuelles

Was beschäftigt uns zur Zeit?


Gebäudebrüterprojekt mit der Ensinger GmbH

Vielversprechendes Projekt zum Schutz von Mauerseglern & Co.

Im Herbst 2021 wurden wir von engagierten Mitarbeitern der Firma Ensinger GmbH kontaktiert, da das mit einem Werk auch in Nufringen vertretene Unternehmen für Hochleistungskunststoffe im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie eine ökologische Aufwertung seiner Firmengelände vornehmen möchte. Am Firmengelände in Ergenzingen haben wir im Frühjahr 2022 einen gemeinsamen Ortstermin abgehalten, um die Potentiale für Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität vor Ort zu sichten. Das Firmengebäude eignet sich durch seine lange Fassade hervorragend für Nistkästen für gefährdete Gebäudebrüter wie den Mauersegler, sodass die ersten beiden Doppel-Mauerseglerkästen (2 Brutkammern je Kasten) Ende April von uns ausgeliefert und an die Fassade montiert wurden. Weitere Nistkästen für den Mauer-segler und andere Arten sind bereits in Auftrag ge-geben worden. Neben den Maßnahmen zum Schutz der Gebäudebrüter möchte sich Ensinger um weitere Tier- und Pflanzenarten auf seinem Betriebsgelände kümmern - die Planungen hierfür sind in vollem Gange und werden vom NABU fachlich begleitet.


Artikel: Warum roden wir im Winterhalbjahr Bäume und Büsche?

 

Unsere mitteleuropäische Landschaft ist keine ursprüngliche Naturlandschaft mehr, sondern eine durch menschliche Nutzungsformen über die Jahrhunderte geprägte und veränderte Kulturlandschaft. Die Rodung großer Teile der europäischen Urwälder für den Ackerbau und die Viehzucht, forstliche Nutzung der Wälder, die Anlage von Streuobstwiesen und Weinbergen sowie die Ausweitung der Siedlungsgebiete hat zu einer Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume geführt. Neue Pflanzen- und Tierarten wanderten in diese vielfältigen Landschaftsstrukturen ein und führten mit den bereits vorhandenen zu einer hohen Artenvielfalt. Diese Biodiversität ist in großer Gefahr.

 

Viele ehemals offene Magerrasengebiete wurden früher durch Beweidung mit Schafen und Ziegen, insbesondere durch Wanderschäferei, weitgehend frei von Gehölzen gehalten. Durch Aufgabe der regelmäßigen Nutzung wachsen sie zu oder sind durch Düngung und zu häufiges Mähen nicht mehr geeignet für die an magere Standorte angepassten Blühpflanzen, z.B. heimische Orchideen oder andere bedrohte Arten. Damit verlieren auch die auf diese Pflanzen spezialisierten Insekten wie z.B. Wildbienen ihren Lebensraum und verschwinden.

 

Feldvögel und Wiesenbrüter, die ihre Nester am Boden anlegen, gehören zu den am stärksten gefährdeten Vogelgruppen. Sie halten größeren Abstand zu Bäumen und Büschen, da diese als Ansitz für Greifvögel dienen. Gehölzsukzession (Zuwachsen mit Gehölzen) und Stehenlassen von Gehölzen bei der Landschaftspflege verschlechtern den Zustand der offenen, nicht intensiv bewirtschafteten Flächen und schränken den Lebensraum dieser bedrohten Arten weiter ein. Das geschieht leider auch in vielen Naturschutzgebieten.

 

Ein aktuelles Beispiel aus unserer Landschaftspflege: In Nufringen haben einige unserer besonders aktiven Mitglieder auf Wunsch des Besitzers ein Grundstück wieder freigestellt, das innerhalb der letzten Jahrzehnte mit Gebüsch und Bäumen zugewachsen war. Wir wollen wieder eine artenreiche Wiese herstellen, so wie es ursprünglich war. Dieses Beispiel veranschaulicht deutlich, was hierzulande an sehr vielen Stellen geschieht, die nicht mehr regelmäßig gepflegt werden: es entsteht Wald an falscher Stelle.  Auf diese Weise nimmt die Waldfläche in Deutschland ständig zu.

 

 

Durch Wegfall der Nutzung offener Flächen oder aktive Baumpflanzungen an gehölzfreien Standorten gehen die Arten bedrohlich zurück, die Licht, Wärme und auch Rohbodenstellen ohne Gehölze brauchen. Die offene Landschaft, die nicht intensiv bewirtschaftet wird, wird immer seltener und gehört zu den stark bedrohten Lebensräumen. Mit diesen Biotopen verschwinden auch die Arten, die sich nur dort ansiedeln wie z.B. Feldlerche und Rebhuhn, die durch die intensive Landwirtschaft und mangelnde Heckenpflege verschwinden. Auch die Vogelarten Kiebitz, Großer Brachvogel und Bekassine verschwinden durch die Trockenlegung von Feuchtwiesen, die Wiesendüngung und zu häufige Mahd aus unserer Landschaft. Durch den ausbleibenden Bruterfolg haben die Bestände in den letzten Jahrzehnten um teils über 90% abgenommen oder sind bereits vollständig erloschen.

 

Besonders gefährdet sind auch die feuchten und besonders wertvollen Auenlandschaften, die durch Trockenlegung verlorengegangen sind und dringend wiedervernässt werden müssen wie z.B. das Naturschutzgebiet Krebsbachaue in Gärtringen und Ehningen. Intakte Feuchtgebiete sind Horte der Artenvielfalt, binden große Mengen Kohlendioxid und tragen zum Klima- und Hochwasserschutz bei. Die Beweidung mit robusten Rinderrassen wie z.B. Galloways oder Hochlandrindern sorgt für eine vielfältige Landschaftsgestaltung und fördert die Artenvielfalt durch Offenhaltung auch schwer zu bearbeitender Flächen.

Auch innerhalb von Waldgebieten sind immer wieder wechselnde größere Kahlflächen wichtig. Es gibt z.B. spezialisierte Schmetterlingsarten, die auf solche Areale angewiesen sind und ebenfalls vom Aussterben bedroht sind.

 

Wir möchten dazu beitragen, die selten gewordenen offenen Lebensräume wieder herzustellen und so vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten das Überleben bei uns zu ermöglichen. Die Vorschriften des Bundesprogramms Biologische Vielfalt, des Arten- und Biotopschutzprogramms der Landesregierung, das im Naturschutzgesetz verankert ist, und des Schutzprogramms des NABU für Feld- und Wiesenvögel müssen nun auch umgesetzt werden.

 


Vogelstimmenführungen 2022

Trotz Regen und Wind konnten viele Arten gehört und gesehen werden.

 

Nachdem in den letzten beiden Jahren unsere Vogelstimmenführungen fast alle ausfallen mussten, konnten wir in diesem Frühling wieder drei Exkursionen anbieten.

 

Am 20. März 2022 kamen etwa 25 Teilnehmer um 7.30 Uhr zum Treffpunkt im Nufringer Wald. Trotz bedecktem Himmel und recht kalten Temperaturen bei nur knapp über 0°C konnten wir etwa 20 Vogelarten hören und zum Teil auch sehen. Besonders eindrucksvoll waren die deutlichen und mehrfach wiederholten Flug- und Landerufe des Schwarzspechts, der Gesang der Misteldrossel im Vergleich zur Amsel und die Beobachtung von Mittelspecht, Buntspecht und Grünspecht. Im Anschluss konnten wir uns noch bei einer heißen Tasse Tee über die Beobachtungen austauschen.
 

Leider spielte das Wetter bei der zweiten Führung am 24. April nicht mit: Bei ziemlich heftigem Regen, der nicht nachließ, gingen wir mit acht besonders „wetterfesten“ Teilnehmern unsere Runde, denen der morgendliche Spaziergang durch den abwechslungsreichen Wald trotzdem gefiel. Erwartungsgemäß ließen nicht viele Vögel ihren Gesang hören. Bezeichnenderweise ertönte der sogenannte Regenruf des Buchfinks, und besonders deutlich und oft schmetterte der Zaunkönig sein Lied.

Am 1. Mai führte Dr. Christoph Öhm-Kühnle (herzlichen Dank!) etwa 20 Interessierte über den Herrenberger Schlossberg. Bei bedecktem und kühlem Wetter zeigte sich der eigentlich zu erwartende Halsbandschnäpper nicht, dafür aber hatten wir das Glück, ein Paar des Trauerschnäppers zu beobachten. Besonders eindrucksvoll waren gleich zu Anfang ein Wanderfalke auf dem Turm der Stiftskirche, zwei Kernbeißer und eine Haubenmeise. Auch Fitis und Waldlaubsänger konnten wir hören. Die Beobachtungsliste umfasste am Ende 30 Arten.

 

 

Herzlichen Dank an alle, die dabei waren!


Landschaftspflege in den 'Kreutäckern'

Jährliche stattfindende Maßnahme zur Sukzessionsbekämpfung am ökologisch wertvollen Trockenhang in Gärtringen-Rohrau

 

Am Samstag, den 13. November 2021 haben sich die Aktiven der NABU-Ortsgruppe Gärtringen-Herrenberg-Nufringen wie jedes Jahr am "Flächenhaften Naturdenkmal Kreutäcker" in Gärtringen-Rohrau getroffen, um den Gehölzaufwuchs am wertvollen Halbtrockenrasen einzudämmen und das Gelände offen zu halten.

Bei dieser Aktion besteht bereits eine langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit mit einer Gruppe des Gärtringer Schwarzwaldvereins.

Insgesamt 16 Personen setzten sich den Tag über tatkräftig am steilen

Hang ein und freuten sich über den sichtbaren Erfolg der anstrengenden Arbeit.

 


Neues Sprecherteam gewählt: nun zu fünft

Karolina Lange, Juliane Sindlinger und Thomas Wappler sind neu im Team

Die Mitlgiederversammlung am 09. Oktober 2021 konnte in Präsenz stattfinden. Für die Wahl zum Sprechergremium konnten drei Kandidaten gewonnen werden, die gemeinsam mit den wiedergewählten Sprechern Ulrike Kuhn und Yannick Mauch die NABU-Gruppe leiten.

Richard und Carmen Rothermel wurden verabschiedet, da sie aus Baden-Württemberg wegziehen.

Ein Bild des neuen Sprecherteams finden Sie hier.


Zaunabbau am Kiebitzgelände - Danke allen Helfern!

Eines unserer Teams beim Herausziehen des Zauns
Eines unserer Teams beim Herausziehen des Zauns

[Juli 2020] Ein wirklich "heißer" Pflegeeinsatz bei hochsommerlichen Temperaturen war der Zaunabbau am Kiebitzgelände in Rohrau. Dank vieler Helfer konnten wir mit mehreren Teams arbeiten. Der Schutzzaun, der während der Brutsaison den Fuchs und andere Bodenfeinde aus dem Gelände fernhalten soll, konnte so zügig abgebaut, eingerollt und in die Gitterboxen gestapelt werden. Nun lagert der Zaun auf dem Gelände des Gärtringer Bauhofs bis zum Beginn der Kiebitzbalz im Spätwinter 2021.

Herbstputzete in den Kreutäckern: großer Einsatz für den Erhalt des Halbtrockenrasens

Ohne Handarbeit gehts nicht: mähen, abräumen, Wurzeln ausgraben, Büsche schneiden

Foto: Ulrike Kuhn
Foto: Ulrike Kuhn

[November 2019] Am Vortag hatte es den ganzen Tag geregnet - trotzdem konnten wir am Samstag, 09.11.19, auf dem Halbtrockenrasen "Kreutäcker" in Rohrau arbeiten. Ein großes Team von 13 Personen, darunter fünf Mitglieder des Schwarzwaldvereins Gärtringen, bekämpfte den Aufwuchs von Brombeeren und Wildrosen, räumte das Mähgut ab und sorgte für den Rückschnitt der Wacholderbüsche. Gute Voraussetzungen für zahlreiche Blühpflanzen, eine vielfältige Insektenbesiedlung und viele Vogelbruten im nächsten Frühjahr!

Wir danken allen fleißigen Helfern für ihren Einsatz! 

Blühende Gärten - damit es summt und brummt!

Empfehlungen für einen insekten- und vogelfreundlichen Garten: hier gibt's Rat

Wer seinen Garten für Insekten und Vögel interessanter gestalten möchte, muss nicht gleich alles umkrempeln. Der Anfang kann schon mit ein paar Wildstauden gemacht werden - und mit der Freude am Ergebnis wächst auch die Motivation, mehr zu tun.

Auf dieser NABU-Seite finden Sie Hinweise und Ideen: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflanzen/index.html

Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald...

...bei der Vogelstimmenführung mit Renate Weiterschan

Halsbandschnäpper (NABU-Bilddatenbank Tim Dove)
Halsbandschnäpper (NABU-Bilddatenbank Tim Dove)

[Mai 2019] Ja, wir haben ihn tatsächlich gehört, den Kuckuck, am frühen verregneten Sonntagmorgen in der Nähe des Reiterhofes von Renate Weiterschan. Der Halsbandschnäpper, der Gartenrotschwanz, die vier heimischen Grasmückenarten, der Grünspecht, der Girlitz und viele andere Arten waren auch da. Insgesamt 38 verschiedene Vögel waren zu hören. Viele davon konnten wir auch sehen. Ein Gartenrotschwanzpaar suchte in den Streuobstwiesen nach Nahrung. Stare fütterten ihre schon ausgeflogenen Jungen. Und aus der Bruthöhle des Mittelspechts tönten die Bettelrufe der Jungen.

Premiere gelungen: Vögel hören am Schlossberg

Dr. Christoph Öhm-Kühnle erläutert Vogelstimmen und zeigt fast dreißig Arten

Wo sind Schwarzspecht und Halsbandschnäpper? Die Gruppe übt sich im Erkennen der Stimmen und Sichten der Vogelarten.
Wo sind Schwarzspecht und Halsbandschnäpper? Die Gruppe übt sich im Erkennen der Stimmen und Sichten der Vogelarten.

[Mai 2018] An der Stiftskirche trafen sich am 13.05.2018 ein Dutzend Vogelstimmenfreunde, um mit Dr. Christoph Öhm-Kühnle auf Exkursion zu gehen. Die Vielfalt der Vogelwelt in diesem Gebiet ist enorm groß. Fast dreißig Arten wurden gehört und gesehen. Als Besonderheiten können ein Schwarzspechtpaar, ein Halsbandschnäpper und ein Neuntöter gewertet werden. Der Musikwissenschaftler und -lehrer Dr. Christoph Öhm-Kühnle brachte den Teilnehmern die Vogelstimmen mit musikalischer Beschreibung näher und gab Hinweise zum leichteren Erkennen und Unterscheiden. Nach diesem gelungenen Auftakt (es war für Öhm-Kühnle die erste Vogelstimmenführung) hoffen wir, dass es weitere Führungen geben wird und dass die Teilnehmer Freude daran haben, auch auf eigene Faust Vögel zu beobachten.

Vogelstimmenführung am Nufringer Schönbuchrand

...und weil wir so viele waren, gab es zwei maßgeschneiderte Touren

[April 2018] So angenehmes Wetter hatten wir noch nie: bei 15° starteten wir am Sonntag, 22.04. zur Vogelstimmenführung am Nufringer Schönbuchrand. Um 7 Uhr hatten sich 20 Erwachsene und 7 Kinder eingefunden. Wir haben zwei Gruppen gebildet und die Führung für die Familien auf die Interessen und Fragen der KInder ausgerichtet. Es war viel los im Wald! Jede Gruppe kam auf mehr als 20 Arten. In diesem Jahr hörten wir einen besonders fleißigen Zaunkönig, und das kleine Frühstück zum Abschluss wurde vom Gesang der Mönchsgrasmücke begleitet.

Danke an alle Interessierten für den schönen Morgen!

"Schräge" Vögel kennenlernen am "Faulen Brunnen"

Gemeinsam beobachtet: Zilpzalp, Heckenbraunelle, Mönchsgrasmücke, Graureiher....

Bei den winzigen Bachbewohnern muss man genau hinsehen.
Bei den winzigen Bachbewohnern muss man genau hinsehen.

[April 2018] Am Sonntag, 15.04., waren wir in unserer "(Schräge) Vögel"-Reihe zum ersten Mal im Gewann "Fauler Brunnen" in Gärtringen. Obwohl das Gelände wegen der nahen Autobahn nicht ideal ist zum Hören der Vogelstimmen, konnten wir einige Sänger ausmachen und immer wieder hören. Auf diese Weise prägen sich die Stimmen ein: der Zilpzalp singt seinen Namen, die Heckenbraunelle klingt hell und silbrig, die Mönchsgrasmücke leise schwatzend im Vorgesang und dann laut flötend.....Die Greifvögel waren mit drei Arten vertreten, ein Graureiher landete im nahen Feld, und auf dem Rückweg hielt der Bach einiges bereit: Köcherfliegenlarven, Strudelwürmer, Wasserschnecken und Egel. Zwei Stunden vergingen wie im Flug.

"Schwalbenfreundliches Haus" in Oberjesingen

[August 2017]

Jutta Berner (Mitte) hält auf ihrem Thorhof Islandpferde. Und freut sich jedes Jahr auf die Schwalben, die pünktlich zum Fellwechsel der Pferde eintreffen. Mit Kunstnestern hilft sie den Vögeln, ihre Jungen sicher aufzuziehen. Über die Auszeichnung als "Schwalbenfreundliches Haus" freut sie sich gemeinsam mit ihrer Tochter Lilith. "Wir hoffen, dass viele darauf aufmerksam werden und sich auch für die Schwalben einsetzen", sagt Jutta Berner.

Sie möchten mehr wissen? Ihr Haus soll auch als "Schwalbenfreundliches Haus" ausgezeichnet werden? Hier erfahren Sie mehr:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus/index.html


Der zweite Hörgenuss am Nufringer Schönbuchrand

[April 2017] Fünf Wochen nach der ersten Führung haben wir auf derselben Strecke wie beim ersten Mal gehört und geschaut, wer jetzt singt und wer inzwischen aus dem Winterquartier zurückgekommen ist. Wir wurden nicht enttäuscht!

Gleich am Anfang konnten wir die Mönchsgrasmücke gut hören, die uns auch unterwegs treu blieb. Vom Kolkraben bis zu den winzigen Goldhähnchen reichte die Palette. Der Mäusebussard vertrat die Greifvögel und der Buntspecht die Spechtfamilie. Als besonderen Gast beobachteten wir eine Gebirgsstelze, gut erkennbar am sehr langen Schwanz und dem gelben Unterbauch. Sehr deutlich waren Zaunkönig, Misteldrossel, Singdrossel und Rotkehlchen zu hören. Zum Schluss standen 29 Vogelarten zu Buche, einschließlich eines soeben eingetroffenen Mauerseglers am Himmel über Kuppingen.


Hörgenuss am Nufringer Schönbuchrand

Viele Interessierte erleben einen kühlen, aber gesangsstarken Frühlingsmorgen

[März 2017] Großen Zuspruch erfuhr unsere erste Vogelstimmenführung im Frühling 2017. Eine bunte Mischung aus versierten Vogelkennern und neugierigen Anfängern ging mit Ulrike Kuhn am Nufringer Schönbuchrand auf Tour.

Sommergoldhähnchen (Bild: NABU-Bilderdatenbank)
Sommergoldhähnchen (Bild: NABU-Bilderdatenbank)

Nach eineinhalb Stunden konnten wir 18 Vogelarten verzeichnen. Angefangen vom kleinsten Singvogel unserer Heimat, dem Sommergoldhähnchen, bis hin zum Kolkraben, der seinen Ruf am Ende der Führung erschallen ließ, als sich alle mit heißem Tee und frischem Hefezopf stärken konnten.

Schwanzmeise (Bild: NABU-Bilderdatenbank)
Schwanzmeise (Bild: NABU-Bilderdatenbank)

Das Sommergoldhähnchen bringt nur 5 Gramm auf die Waage. Ebenfalls klein und sehr munter sind die Schwanzmeisen, kleine Federkugeln mit langem Schwanz, die auch gerne im Winter in die Gärten zur Fütterung kommen. Dann kann man auch die osteuropäische Variante sehen, die einen weißen Kopf hat.

Mittelspecht (Bild: NABU-Bilderdatenbank)
Mittelspecht (Bild: NABU-Bilderdatenbank)

Sehr schön ließ sich der Mittelspecht beobachten, der auf einem Birkenast nach Futter suchte. Er ist seltener als der Buntspecht und lässt sich gut an seinem roten Scheitel erkennen.

Fleißigste Rufer waren neben dem Buchfink der Zilpzalp (der praktischerweise seinen eigenen Namen singt), das Rotkhehlchen, der Kleiber und der Zaunkönig. Aus der vielfältigen Meisenfamilie ließen sich vor allem Kohlmeisen und Blaumeisen hören sowie die kleine Tannenmeise.

Bei unserer nächsten Führung Ende April hoffen wir, weitere Vögel zu hören, die jetzt noch auf dem Weg aus ihren Winterquartieren zu uns sind.

(Schräge) Vögel kennen lernen - gelungene Premiere mit Kiebitzbalz

[März 2017] Ein perfekter Tag zum Beobachten, balzende Kiebitze, zwei Silberreiher und sogar Bekassinen - das war ein gelungener Einstand für unsere neue Veranstaltungsreihe "(Schräge) Vögel kennen lernen". Am Samstag, 04.03., waren wir mit zwei Spektiven und etlichen Ferngläsern vor Ort in der Krebsbachaue. Drei Stunden lang konnten wir rufende und fliegende Kiebitze sehen, zwischendurch Enten und Silberreiher beobachten und durchs Spektiv sogar Bekassinen ausmachen. Die ganze Zeit über kamen interessierte Naturfreunde und freuten sich am Schauspiel auf den Feuchtwiesen.

Den nächsten Beobachtungstermin in dieser Reihe legen wir kurzfristig fest, wenn wir absehen können, wo es gerade besonders interessant ist. Wir informieren darüber an dieser Stelle und in den Amtsblättern von Deckenpfronn, Gärtringen, Herrenberg und Nufringen.

Pflege im Jennissen: Platz für Kiebitz und Co.

04.02.2017: Gelände in der Krebsbachaue für die Brutsaison vorbereitet

[Februar 2017] Für unsere Leitart, den Kiebitz, und für die vielen anderen Offenlandarten, die sich in der Krebsbachaue wohlfühlen, haben wir das Gelände vorbereitet. Aufkommende Sträucher wurden geschnitten und die Ränder der Blänken freigestellt. Jetzt hoffen wir auf ein schönes, nicht zu trockenes Frühjahr mit spektakulären Flugeinlagen der wendigen Flieger bei der Kiebitzbalz.


Halbtrockenrasen fit gemacht fürs Frühjahr

12.11.2016: Mitglieder des Schwarzwaldvereins unterstützten uns - DANKE!

[November 2016] Mit einem Team aus neun Personen haben wir den Halbtrocken-

rasen im Gewann Kreutäcker gepflegt. Damit im nächsten Frühjahr die Sonne wieder überall hin scheinen kann, wurden einige Büsche weggenommen. Das ergab etliche Anhängerladungen, so dass alle gut beschäftigt waren.

Der Blick von unten zeigt den typischen Charakter des Geländes mit seinen Wiesenflächen und Wacholderbüschen. Unsere Arbeit wurde von Vogelstimmen begleitet: Rotkehlchen, Buntspecht, Tannenmeise, Blaumeise und Haubenmeise kann man auch im November hören.

8. Oktober 2016: Auftakt zur Pflegesaison 2016/17

Nistkastenkontrolle und Entbuschen in den Rohrauer Kreutäckern

[Oktober 2016] Wenn Offenland offen bleiben soll, muss es  in jedem Herbst vom Aufwuchs befreit werden. In den Kreutäckern machen sich Brombeeren, Wildrosen, Hartriegel und Weißdorn breit. Innerhalb weniger Jahre würde die Fläche verbuschen. Dann nähme die Artenvielfalt rapide ab. Deshalb haben wir zum Auftakt der Pflegesaison 2016/17 Teilbereiche mit dem Freischneider entbuscht und die Gehölze gleich abgefahren.

Damit in der Wiese weiterhin Karthäusernelken blühen und seltene Schmetterlinge umherfliegen, muss Licht auf den Boden kommen und ihn erwärmen. Mit der Vielfalt an Pflanzen und Insekten steigt auch die Vielfalt an Vogelarten, die im Gebiet des Halbtrockenrasens brüten. Für dieses Ziel erträgt man eine Zeitlang den Lärm des Freischneiders!

Unsere Spezialisten für Nistkastenkontrollen haben mehr als 20 Kästen abgehängt, geöffnet, den Inhalt beurteilt, die Kästen gereinigt und sie wieder aufgehängt. Denn auch im Winter erfüllen sie einen wichtigen Zweck und bieten den Vögeln einen sicheren Schlafplatz oder ein geschütztes Quartier an kalten Wintertagen. Auf dem Bild sieht man das typische Nistmaterial eines Kleibers. Er zieht seine Jungen auf einem Bett aus Kiefernrindenschuppen groß.


Kutschfahrten ins Kiebitzgebiet bei der "Rohrauer Nacht"

Ein Gartenvogel-Leporello für die Kinder,  dann gehts zurück zum Rathaus
Ein Gartenvogel-Leporello für die Kinder, dann gehts zurück zum Rathaus

[Juni 2016] Eine naturnahe Anfahrt zum Kiebitzbrutgelände, das boten die beiden Kutschen, mit denen am Samstag, 18.06., viele Besucher in die Krebsbachaue fuhren. mehr

Pflegeaktion im Januar am Nufringer Eisweiher

Steilwand im Ried mit Eingang zu einer Eisvogelnisthilfe.
Steilwand im Ried mit Eingang zu einer Eisvogelnisthilfe.

[Januar 2016] Da der Winter noch nicht richtig bei uns angekommen ist, konnten wir Anfang Januar in unserem Pflegegebiet "Nufringer Eisweiher" zwei Eisvogelbrutröhren installieren.

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2. Waldkonzert im April: die erste Mönchsgrasmücke ist da!

[April 2015] Auf großes Interesse stieß auch unsere zweite Vogelstimmenführung am Nufringer Schönbuchrand, wieder an einem Sonntagmorgen. Schon um halb sieben trafen sich am 12. April die Konzertliebhaber der ganz speziellen Art. Und sie wurden belohnt: es war nicht zu kalt, es war annähernd windstill, und es blieb trocken. Mehr


Beim 1. Waldkonzert waren 25 Vogelarten zur Stelle

Blick auf Kuppingen und Oberjesingen in der Morgensonne
Blick auf Kuppingen und Oberjesingen in der Morgensonne

[März 2015] Das Wetter spielte mit und die Vögel auch! Am Sonntag, dem 08. März boten wir die erste Vogelstimmenführung des Jahres an. Am Parkplatz der Nufringer Freizeithütte trafen sich gut 15 Teilnehmer und gingen auf Tour durch die abwechslungsreichen Baumbestände des Schönbuchrandes.  Mehr


Pflege in den Kreutäckern - im goldenen Oktober

Der Halbtrockenrasen muss jährlich gemäht werden
Der Halbtrockenrasen muss jährlich gemäht werden

[Oktober 2014] Es war ein Traumstart in die Pflegesaison!

Am Samstag, 04.10.2014, waren die Aktiven bei strahlendem Sonnenschein in den Rohrauer Kreutäckern unterwegs.

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20 Vogelarten beim zweiten Waldkonzert

[März 2014] Es war kühl, aber glücklicherweise trocken, als sich eine kleine Gruppe Frühaufsteher am Sonntag, 23.03., um 7 Uhr am Nufringer Friedhof traf. Auf einem Rundweg durch den Nufringer Wald boten sich viele Gelegenheiten, stehen zu bleiben und einzelnen Gesängen zu lauschen. So konnte sich beispielsweise der flötende, melodiöse Klang des Rotkehlchens gut einprägen. Mehr


Waldkonzert am Nufringer Schönbuchrand

25 Vogelfreunde hören und sehen zwanzig heimische Arten bei sonntäglicher Frühwanderung

Oliver Maier erklärt die Habitatansprüche der Waldvögel
Oliver Maier erklärt die Habitatansprüche der Waldvögel

[Februar 2014] Das erste von drei Waldkonzerten am Nufringer Schönbuchrand war sehr gut besucht. 25 Frühaufsteher trafen sich am Sonntag, 23.02., an der Nufringer Kuhsteige. Mit Oliver Maier und Carmen Rothermel zog die Gruppe los, um die Vogelwelt des Spätwinters zu erkunden. Bedingt durch die milde Witterung waren schon einige Arten auf Partnersuche, die sonst erst später zu uns kommen. Gleich zu Beginn meldeten sich die Stare zur Stelle. Mehr


Herbst und Winter: Zeit für Pflegemaßnahmen

[Dezember 2013] Die Zeit der Vegetationsruhe ist für uns eine sehr aktive Zeit. Jetzt können wir ohne Schaden für die Tier- und Pflanzenwelt unsere Schutzgebiete pflegen. Damit sich im nächsten Jahr wieder eine große Vielfalt an Pflanzen entwickelt und eine reiche Tierwelt ihr Auskommen findet, müssen wir vor allem mähen und die Flächen von Gebüschaufwuchs befreien. Mehr


Kleine Herbstschaunachlese

[Oktober 2013] Im Oktober lag der Schwerpunkt des NABU vier Tage lang in Herrenberg. Unser Stand auf dem Bauernmarkt bot vielfältige Informationen. Mit den Schwerpunktthemen "Vogelfütterung im Winter" und "Naturnaher Garten" stießen wir auf lebhaftes Interesse. Mehr


Nistkastenkontrolle bei den Mauerseglern

Ein Leben im Flug: Mauersegler haben nur bei der Jungenaufzucht Bodenberührung.
Ein Leben im Flug: Mauersegler haben nur bei der Jungenaufzucht Bodenberührung.

 

[August 2013] Einige von Herrenbergs schönen Fachwerkhäusern mit ihren riesigen Dachböden beherbergen den Sommer über nicht nur Mausersegler, sondern auch andere Bewohner der Lüfte. Werfen Sie einen Blick ins Mauerseglernest und schauen Sie nach den Spuren weiterer Bewohner der Mitmachstadt, die vorzugsweise im Dunkeln unterwegs sind... Mehr

Außerdem erfahren Sie etwas über das Nistkastenprojekt, das die Stadt Herrenberg und wir vom NABU gemeinsam aufgelegt haben. Wenn Sie im Gebiet der Stadt Herrenberg wohnen und Ihr Haus für Schwalben- oder Mauerseglerkästen zur Verfügung stellen wollen, sind Sie hier richtig!


Nistkastenkontrolle in den Rohrauer Kreutäckern

Zwanzig Mal auf und ab: alle Nistkästen werden abgehängt und kontrolliert.
Zwanzig Mal auf und ab: alle Nistkästen werden abgehängt und kontrolliert.

[August 2013] Nach Abschluss der Brutsaison kontrollieren wir im NABU die vielen Nistkästen in unseren Pflegegebieten. Am Samstag, dem 10.08.13, waren wir im Gebiet des Halbtrockenrasens Kreutäcker im Gewann Häuserne. Was wir dort gefunden haben, können Sie hier sehen und nachlesen.


Ein sicheres Winterquartier für Fledermäuse

Bierkeller in Deckenpfronn ist fertig saniert

Bierkeller mit neuer Gittertür nach der Fertigstellung
Bierkeller mit neuer Gittertür nach der Fertigstellung

[Juli 2013] Ein frostfreies, sicheres Winterquartier für die heimischen Fledermäuse wie das Mausohr, das Braune Langohr und die Kleine Bartfledermaus konnte jetzt in Deckenpfronn seiner Bestimmung übergeben werden. Dank der Initiative des Eigentümers Frank Luz kam ein erfolgreiches Projekt zustande. Der Eigentümer, der NABU, die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt und das Plenum Heckengäu stemmten gemeinsam die Sanierung des lange ungenutzten Gewölbes. Mehr


NABU-Mähwerk erhält Auszeichnung

Projekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt

Fauna-schonendes Mähwerk mit Hochschnittkufen und Aufscheuchrechen
Fauna-schonendes Mähwerk mit Hochschnittkufen und Aufscheuchrechen
zur Internetseite der UN-Dekade

[Mai 2013] Das von uns entwickelte und unabhängig geprüfte Fauna-schonende Mähwerk mit Hochschnittkufen und Aufscheuchrechen wird als offizielles Projekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt gewürdigt! Die Auszeichnung wird im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade von Herrn Siegfried Zenger vom Landratsamt Böblingen übergeben. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Mehr