(Schräge) Vögel kennen lernen - gelungene Premiere mit Kiebitzbalz

[März 2017] Ein perfekter Tag zum Beobachten, balzende Kiebitze, zwei Silberreiher und sogar Bekassinen - das war ein gelungener Einstand für unsere neue Veranstaltungsreihe "(Schräge) Vögel kennen lernen". Am Samstag, 04.03., waren wir mit zwei Spektiven und etlichen Ferngläsern vor Ort in der Krebsbachaue. Drei Stunden lang konnten wir rufende und fliegende Kiebitze sehen, zwischendurch Enten und Silberreiher beobachten und durchs Spektiv sogar Bekassinen ausmachen. Die ganze Zeit über kamen interessierte Naturfreunde und freuten sich am Schauspiel auf den Feuchtwiesen.

Den nächsten Beobachtungstermin in dieser Reihe legen wir kurzfristig fest, wenn wir absehen können, wo es gerade besonders interessant ist. Wir informieren darüber an dieser Stelle und in den Amtsblättern von Deckenpfronn, Gärtringen, Herrenberg und Nufringen.

Kutschfahrten ins Kiebitzgebiet bei der „Rohrauer Nacht“

Ein Gartenvogel-Leporello für die Kinder,  dann gehts zurück zum Rathaus
Ein Gartenvogel-Leporello für die Kinder, dann gehts zurück zum Rathaus

[Juni 2016] Eine naturnahe Anfahrt zum Kiebitzbrutgelände, das boten die beiden Kutschen, mit denen am Samstag, 18.06., viele Besucher in die Krebsbachaue fuhren. Vor Ort konnten sie sich über den Stand des Projektes informieren und einen Blick durchs Spektiv werfen. Meistens war trotz des hohen Grases ein Kiebitz zu sehen. Wer ganz viel Glück hatte, sah sie in der Luft kreisen und das Gelände gegen Eindringlinge verteidigen.

Wir haben uns über das große Interesse gefreut!

2. Waldkonzert im April: die erste Mönchsgrasmücke ist da!

[April 2015] Auf großes Interesse stieß auch unsere zweite Vogelstimmenführung am Nufringer Schönbuchrand, wieder an einem Sonntagmorgen. Schon um halb sieben trafen sich am 12. April die Konzertliebhaber der ganz speziellen Art. Und sie wurden belohnt: es war nicht zu kalt, es war annähernd windstill, und es blieb trocken.

Besonders gut zu hören waren dieses Mal der Zilp-Zalp, der praktischerweise seinen Namen singt, der Zaunkönig mit seinem schmetternden Ruf und viele Rotkehlchen. Die Mönchsgrasmücke war eben erst eingetroffen. Erschöpft vom langen Flug hockte sie im Strauch.

 

In den überwiegend kahlen Bäumen waren die Vögel einigermaßen gut zu entdecken. Bei Bedarf half ein Blick ins Bestimmungsbuch. Vor allem wurde wieder viel gelauscht und auf die Unterschiede in den Gesängen geachtet, damit sich die Einzelheiten gut einprägen.

Mit 24 Arten konnte auch dieses Mal eindrucksvoll die Artenvielfalt des Nufringer Waldes belegt werden.

Beim 1. Waldkonzert waren 25 Vogelarten zur Stelle

Blick auf Kuppingen und Oberjesingen in der Morgensonne
Blick auf Kuppingen und Oberjesingen in der Morgensonne

[März 2015] Das Wetter spielte mit und die Vögel auch! Am Sonntag, dem 08. März boten wir die erste Vogelstimmenführung des Jahres an. Am Parkplatz der Nufringer Freizeithütte trafen sich gut 15 Teilnehmer und gingen auf Tour durch die abwechslungsreichen Baumbestände des Schönbuchrandes. Den Anfang machten das Rotkehlchen und die unermüdlichen Meisen.

 

Singdrossel - Aufnahme: Oskar Klose
Singdrossel - Aufnahme: Oskar Klose

Die Singdrossel vertrat gemeinsam mit der Misteldrossel, der Wacholderdrossel und der Amsel ihre Gattung. Vor allem auf der letzten Wegstrecke machte die Singdrossel ihrem Namen alle Ehre und ließ eine Vielzahl an kurzen Melodien hören, immer mit der charakteristischen Wiederholung. Dagegen klingt die Misteldrossel ähnlich wie eine Amsel, aber sie singt kürzer.

Schwarzspecht - Aufnahme: Tom Dove
Schwarzspecht - Aufnahme: Tom Dove

 

Den Schwarzpecht zu sehen gelingt nicht oft. Durch seine Rufe hatte er sich unseren Vogelstimmenexpertinnen Ulrike Kuhn und Renate Weiterschan schon angekündigt. Dann flog er plötzlich über den Weg. Nur einen kurzen Moment konnten wir ihn sehen,  aber es war unverkennbar der größte unserer Spechte.

Seine kleineren Verwandten, den Buntspecht und den Mittelspecht, konnten wir länger beobachten. Der Grünspecht zeigte sich nicht, aber er lachte weithin hörbar durch den Wald.

 

Der Nufringer Schönbuchrand bietet auf kleinem Raum viel Abwechslung. Am Ende des Steinbruchweges öffnen sich Streuobstwiesen, der bevorzugte Lebensraum des Grünspechts. Auf den Bäumen im offenen Gelände saß ein Trupp Wacholderdrosseln, und die ersten Stare flogen ein.

Waldbaumläufer  - Aufnahme: Tom Dove
Waldbaumläufer - Aufnahme: Tom Dove

 

Nach 90 Minuten lauschen, schauen und weiterlaufen hatten wir auch zwei Vertreter der Greifvögel gesehen: Mäusebussard und Rotmilan. Der scharfe, zweisilbige Ruf der Tannenmeise ("wi-ze-wi-ze-wi-ze") prägte sich ein.

Am Parkplatz wartete ein besonders gut getarnter Geselle: der Waldbaumläufer, der nur an seiner Stimme vom Gartenbaumläufer zu unterscheiden ist.

Zum Abschluss ließen sich die Teilnehmer heißen Tee und Hefezopf schmecken und hörten dem Sommergoldhähnchen zu.

20 Vogelarten beim zweiten Waldkonzert

[März 2014] Es war kühl, aber glücklicherweise trocken, als sich eine kleine Gruppe Frühaufsteher am Sonntag, 23.03., um 7 Uhr am Nufringer Friedhof traf. Auf einem Rundweg durch den Nufringer Wald boten sich viele Gelegenheiten, stehen zu bleiben und einzelnen Gesängen zu lauschen. So konnte sich beispielsweise der flötende, melodiöse Klang des Rotkehlchens gut einprägen.

Fleißiger Sänger beim Waldkonzert: Rotkehlchen
Fleißiger Sänger beim Waldkonzert: Rotkehlchen

Da gleich mehrere Männchen dabei waren, mittels Gesang ihr Revier zu markieren, konnte man regelrechte Wettbewerbe um die schönsten Strophen verfolgen. Während der Balz sind die Vögel oft so mit sich und ihresgleichen beschäftigt, dass sie weniger scheu sind als sonst und sich gut beobachten lassen.

Der kleinste Vogel: das Sommergoldhähnchen, Gewicht 5 Gramm!
Der kleinste Vogel: das Sommergoldhähnchen, Gewicht 5 Gramm!

Schwer zu sehen, aber gut zu hören: das Sommergoldhähnchen. Zusammen mit der Schwesterart Wintergoldhähnchen ist es die kleinste Singvogelart unseres Lebensraumes. Am Gesang lassen sie sich gut unterscheiden. Im Nufringer Wald lebt hauptsächlich das Sommergoldhähnchen, dessen Gesang einem feinen, aufsteigenden "si-si-si-si" ähnelt.

Vie kräftiger, geradezu schmetternd, präsentiert sich der Zaunkönig. Auch er ist ein kleiner Vogel, aber seine Stimme übertönt alles.

Unser größter Vogel beim Waldkonzert: der seltene Kolkrabe
Unser größter Vogel beim Waldkonzert: der seltene Kolkrabe

Gegen Ende der Wanderung konnten wir den Kolkraben beaobachten, der viel seltener ist als Rabenkrähen und Dohlen. Majestätisch saß er auf einer Fichtenspitze und ließ sich in Ruhe anschauen.

Zwanzig Vogelarten konnten beim Waldkonzert bestimmt werden, darunter auch ein Baumläufer, Erlenzeisige und Misteldrosseln.

Beim abschließenden kleinen Frühstück mit Tee und Hefezopf war noch Gelegenheit, sich auszutauschen und Beobachtungstipps weiterzugeben.

Waldkonzert am Nufringer Schönbuchrand

25 Vogelfreunde hören und sehen zwanzig heimische Arten bei sonntäglicher Frühwanderung

Oliver Maier erklärt die Habitatansprüche der Waldvögel
Oliver Maier erklärt die Habitatansprüche der Waldvögel

[Februar 2014] Das erste von drei Waldkonzerten am Nufringer Schönbuchrand war sehr gut besucht. 25 Frühaufsteher trafen sich am Sonntag, 23.02., an der Nufringer Kuhsteige. Mit Oliver Maier und Carmen Rothermel zog die Gruppe los, um die Vogelwelt des Spätwinters zu erkunden. Bedingt durch die milde Witterung waren schon einige Arten auf Partnersuche, die sonst erst später zu uns kommen. Gleich zu Beginn meldeten sich die Stare zur Stelle.

Der Weg führte durch Waldareale, die zur Zeit bevorzugt von Meisen und Buchfinken bevölkert sind. Aber auch der Eichelhäher war auf dem Posten. Grün- und Grauspecht ließen ihre Rufe hören, ein weiterer Specht trommelte zunächst unerkannt. Am Rand einer Streuobstwiese waren Ringeltaube, Kernbeißer und Kolkraben im Flug zu sehen. Eifrig wetzte ein Kleiberpaar die Baumstämme hinauf und hinunter. In einem aufgelichteten Bereich präsentierte sich der Zaunkönig. Auch die Singdrossel war inzwischen munter und pfiff ihre variantenreichen Rufe. Ihre Verwandten, die Amsel und die Wacholderdrossel, flogen vorbei. Schließlich riefen auch die bis dahin unerkannt gebliebenen Spechte, der Buntspecht und der seltene Mittelspecht.

Unermüdlich: auch am Ende der Führung schauen Viele begeistert durchs Fernglas
Unermüdlich: auch am Ende der Führung schauen Viele begeistert durchs Fernglas

Unterwegs beantwortete Oliver Maier viele Fragen. Zum Schluss der Exkursion baute er sein Spektiv auf und ließ jeden Interessierten erleben, wie groß plötzlich die kleinen Federträger aussehen und welche wunderbaren Gefiederzeichnungen sie haben. In den kahlen Bäumen sind die Singvögel gut sichtbar. Sie konnten auch von Ungeübten leicht mit dem Fernglas "eingefangen" werden.

Bei heißem Tee und Hefezopf entstehen interessante Gespräche
Bei heißem Tee und Hefezopf entstehen interessante Gespräche

Zum Abschluss gab es heißen Tee und frischen Hefezopf. Nach gut eineinhalb Stunden in der kühlen Morgenluft wurde die kleine Stärkung gerne angenommen und bot Gelegenheit, sich auszutauschen, Informationen einzuholen und ein wenig zu fachsimpeln.

Das zweite Waldkonzert ist für Sonntag, den 23.03.14 geplant. Dann geht es schon um 7 Uhr los, denn durch den früheren Sonnenaufgang sind auch die Singvögel schon früher munter. An dieser Stelle wird ab Freitag, 21.03., bekanntgegeben, ob die Veranstaltung wetterbedingt stattfinden kann wie geplant.

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